Vernissage: 06.03.2026 - 18:00 Uhr
Einleitung: Peter Demetz und Martina Rier
Buffet: Hotel Biancaneve
Geöffnet von 07.03. bis 05.04.2026
Jeden Tag außer montags von 16.00 - 19.00 Uhr.
Geschlossen auch am Karfreitag, den 03.04.2026.
BERGWELTEN
Ewa Jönsson Hörtnagl
Ewa
Jönsson Hörtnagls Malerei reiht sich ein in eine lange kunsthistorische
Tradition des Kartographierens von Erinnerung und Erlebtem - in einer
Welt der Vergänglichkeit.
Bergwelten ist eine Serie von Werken, die auf
der gleichen Grundlage wie das übrige Oeuvre der Künstlerin aufbaut.
Eine Reihe von Landschaftsbildern, die die Ausgrabungsarbeit, das
Durchdringen verschiedener Schichten betonen, um einen oder mehrere
Kerne zu finden.
Der Berg selbst ist genau die gleiche Masse
gespeicherter Erinnerungen, die sich Sediment um Sediment langsam zu
einer geschlossenen und scheinbar einheitlichen Form verdichtet. Aber
wir wissen, dass der Fels, wie die Bäume, unzählige Jahresringe in sich
birgt und alle Zeitalter gleichzeitig erlebt.
Die Künstlerin arbeitet
bewusst zurückhaltend und mit strengem Blick. Mit ihrer
Schicht-auf-Schicht-Methode stellt sie die Zeit greifbar dar. Die oft
rostig-erdige Farbgebung unterstreicht dies. Sie steht für Wärme und
Leben, ist aber auch ein Signal für einen Stillstand oder die Markierung
eines Wendepunkts, eines Zersetzungsprozesses. Auf diese Weise werden
die Bilder zu Zeugnissen des unerbittlichen Laufs der Zeit. Erinnerung
und Erfahrung verblassen nicht nur in ihrer ursprünglichen Form, sondern
verwandeln sich, verändern ihre Gestalt und ihren Charakter.
Wenn wir
das Privileg haben, die Erinnerungssphäre eines anderen für einige Zeit
zu besuchen, verspüren wir natürlich den Wunsch, die eigenen
Erinnerungen lebendig werden zu lassen. Vielleicht beginnt der
Betrachter die Funde, die als Spuren auf der Oberfläche erscheinen, zu
untersuchen und sie für sich selbst als bedeutungsvolle Zeichen zu
interpretieren. Auf diese Weise kann man beginnen, die Gemälde zu lesen,
in denen die Zeichen eine wortlose Sprache bilden, voller
Informationen, Emotionen und Geheimnissen. Eine stille Poesie, die Zeit
für sich in Anspruch nimmt, wenn man sich darauf einlassen will.
Johanna Gredfors Ottesen, Kunstkritikerin
Ewa
Jönsson Hörtnagl,
geb. 1950 in Helsingborg, Schweden. Studierte
Malerei, Grafik und Fotografie an der Akademie für Angewandte Kunst in
Wien und anschließend Malerei bei Prof. Oswald Oberhuber.
Sie lebt und
arbeitet in Schweden und in Tirol als Malerin, Grafikerin, Designerin
und gestaltet öffentliche Räume.
Ihre Werke wurden im Rahmen zahlreicher
internationaler Einzel- und Sammelausstellungen, Kunsmessen, Galerien
und Kunsthallen ausgestellt.
Ewa Jönsson Hörtnagl arbeitete auch für
Theater und Film als Gestalterin von Bühnenbild und Kostümen und
zeichnet als Kuratorin für die Fotobücher "to be a man" und
"Unforgettable - Unforgotten" von Erich Hörtnagl.
Vernissage: 06.03.2026 - 18:00 Uhr
Einleitung: Peter Demetz und Martina Rier
Buffet: Hotel Biancaneve
Geöffnet von 07.03. bis 05.04.2026
Jeden Tag außer montags von 16.00 - 19.00 Uhr.
Geschlossen auch am Karfreitag, den 03.04.2026.
BERGWELTEN
Ewa Jönsson Hörtnagl
Ewa
Jönsson Hörtnagls Malerei reiht sich ein in eine lange kunsthistorische
Tradition des Kartographierens von Erinnerung und Erlebtem - in einer
Welt der Vergänglichkeit.
Bergwelten ist eine Serie von Werken, die auf
der gleichen Grundlage wie das übrige Oeuvre der Künstlerin aufbaut.
Eine Reihe von Landschaftsbildern, die die Ausgrabungsarbeit, das
Durchdringen verschiedener Schichten betonen, um einen oder mehrere
Kerne zu finden.
Der Berg selbst ist genau die gleiche Masse
gespeicherter Erinnerungen, die sich Sediment um Sediment langsam zu
einer geschlossenen und scheinbar einheitlichen Form verdichtet. Aber
wir wissen, dass der Fels, wie die Bäume, unzählige Jahresringe in sich
birgt und alle Zeitalter gleichzeitig erlebt.
Die Künstlerin arbeitet
bewusst zurückhaltend und mit strengem Blick. Mit ihrer
Schicht-auf-Schicht-Methode stellt sie die Zeit greifbar dar. Die oft
rostig-erdige Farbgebung unterstreicht dies. Sie steht für Wärme und
Leben, ist aber auch ein Signal für einen Stillstand oder die Markierung
eines Wendepunkts, eines Zersetzungsprozesses. Auf diese Weise werden
die Bilder zu Zeugnissen des unerbittlichen Laufs der Zeit. Erinnerung
und Erfahrung verblassen nicht nur in ihrer ursprünglichen Form, sondern
verwandeln sich, verändern ihre Gestalt und ihren Charakter.
Wenn wir
das Privileg haben, die Erinnerungssphäre eines anderen für einige Zeit
zu besuchen, verspüren wir natürlich den Wunsch, die eigenen
Erinnerungen lebendig werden zu lassen. Vielleicht beginnt der
Betrachter die Funde, die als Spuren auf der Oberfläche erscheinen, zu
untersuchen und sie für sich selbst als bedeutungsvolle Zeichen zu
interpretieren. Auf diese Weise kann man beginnen, die Gemälde zu lesen,
in denen die Zeichen eine wortlose Sprache bilden, voller
Informationen, Emotionen und Geheimnissen. Eine stille Poesie, die Zeit
für sich in Anspruch nimmt, wenn man sich darauf einlassen will.
Johanna Gredfors Ottesen, Kunstkritikerin
Ewa
Jönsson Hörtnagl,
geb. 1950 in Helsingborg, Schweden. Studierte
Malerei, Grafik und Fotografie an der Akademie für Angewandte Kunst in
Wien und anschließend Malerei bei Prof. Oswald Oberhuber.
Sie lebt und
arbeitet in Schweden und in Tirol als Malerin, Grafikerin, Designerin
und gestaltet öffentliche Räume.
Ihre Werke wurden im Rahmen zahlreicher
internationaler Einzel- und Sammelausstellungen, Kunsmessen, Galerien
und Kunsthallen ausgestellt.
Ewa Jönsson Hörtnagl arbeitete auch für
Theater und Film als Gestalterin von Bühnenbild und Kostümen und
zeichnet als Kuratorin für die Fotobücher "to be a man" und
"Unforgettable - Unforgotten" von Erich Hörtnagl.