Ladinisch und Deutsch. Schnee wird über den Zaun
geschöpft, Wellen werden aus dem Meer gehoben, ein Haus wackelt und ab und zu
tasten wir nach der Welt. Doch was, "wenn sie nicht ist / wo ich
vermute", "sce l ne ie nia iló / ulache l ratove", und warum zieht
es in uns? Die Gedichte legen frei, suchen nach Gründen. Wie erzählt Sprache
von dem, was wesentlich ist und weit? Der Alltag wächst über sich hinaus und es
kommt zu einer Annäherung, diesmal "als fisch / mit kleinen
schritten", "da pësc / cun de pitli vares".
In ihrer Lyrik spürt Nadia Rungger unseren Bewegungen nach, fragt nach der
Position der Brust, der Augen, nach unserem Blick für uns selbst. Sie spielt
mit Klang und Konstellationen, setzt Bilder von einer Sprache in die andere
über und spricht sie neu aus, öffnet einen Raum für Begegnung. Die entstehenden
Gespräche nehmen sich neuer Gegebenheiten an, bewegen sich an einem Ort
zwischen den Sprachen.
Nadia Rungger, geboren 1998 in Brixen/Südtirol, debütierte 2020
mit dem Erzähl- und Gedichtband «Das Blatt mit
den Lösungen» (A. Weger). Sie ist vielsprachig aufgewachsen und
studierte Germanistik und Angewandte Linguistik in Graz und Brixen. Ihre Prosa
und Lyrik auf Deutsch und Ladinisch wurde mit mehreren internationalen
Literaturpreisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Literaturpreis Merano Europa
2017, dem Ladinischen Literaturpreis Scribo 2018, dem Jurypreis Irseer Pegasus
2024 und dem Lichtungen-Lyrik-Stipendium des Landes Steiermark 2024. Die
Uraufführung ihres Theaterstücks Morvëies/Wunder erfolgte 2024 im Stadttheater Bruneck für
das europäische Projekt Phōnē. Gedichte von ihr wurden in mehrere Sprachen
übersetzt, in Literaturzeitschriften veröffentlicht und bei Ausstellungen
präsentiert, zuletzt im Landesmuseum Franzensfeste.
«cësa da lat dijes tu / milchhaus sagst du» ist Runggers
zweiter veröffentlichter Gedichtband.
Ladinisch und Deutsch. Schnee wird über den Zaun
geschöpft, Wellen werden aus dem Meer gehoben, ein Haus wackelt und ab und zu
tasten wir nach der Welt. Doch was, "wenn sie nicht ist / wo ich
vermute", "sce l ne ie nia iló / ulache l ratove", und warum zieht
es in uns? Die Gedichte legen frei, suchen nach Gründen. Wie erzählt Sprache
von dem, was wesentlich ist und weit? Der Alltag wächst über sich hinaus und es
kommt zu einer Annäherung, diesmal "als fisch / mit kleinen
schritten", "da pësc / cun de pitli vares".
In ihrer Lyrik spürt Nadia Rungger unseren Bewegungen nach, fragt nach der
Position der Brust, der Augen, nach unserem Blick für uns selbst. Sie spielt
mit Klang und Konstellationen, setzt Bilder von einer Sprache in die andere
über und spricht sie neu aus, öffnet einen Raum für Begegnung. Die entstehenden
Gespräche nehmen sich neuer Gegebenheiten an, bewegen sich an einem Ort
zwischen den Sprachen.
Nadia Rungger, geboren 1998 in Brixen/Südtirol, debütierte 2020
mit dem Erzähl- und Gedichtband «Das Blatt mit
den Lösungen» (A. Weger). Sie ist vielsprachig aufgewachsen und
studierte Germanistik und Angewandte Linguistik in Graz und Brixen. Ihre Prosa
und Lyrik auf Deutsch und Ladinisch wurde mit mehreren internationalen
Literaturpreisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Literaturpreis Merano Europa
2017, dem Ladinischen Literaturpreis Scribo 2018, dem Jurypreis Irseer Pegasus
2024 und dem Lichtungen-Lyrik-Stipendium des Landes Steiermark 2024. Die
Uraufführung ihres Theaterstücks Morvëies/Wunder erfolgte 2024 im Stadttheater Bruneck für
das europäische Projekt Phōnē. Gedichte von ihr wurden in mehrere Sprachen
übersetzt, in Literaturzeitschriften veröffentlicht und bei Ausstellungen
präsentiert, zuletzt im Landesmuseum Franzensfeste.
«cësa da lat dijes tu / milchhaus sagst du» ist Runggers
zweiter veröffentlichter Gedichtband.